James Bond 007: Casino Royale von Ian Fleming

Obwohl Casino Royale das erste Werk aus der Feder des begnadeten Geheimagenten-Erzählers Ian Fleming war, wurde es innerhalb der offiziellen Reihe erst nach unzähligen anderen Filmen in Szene gesetzt. Im Jahre 2006 wurde Casino Royal mit Daniel Craig in der Titelrolle “James Bond” verfilmt und war ein durchschlägiger internationaler Erfolg. In seiner ersten Mission für den MI16 muss sich James Bond als gewiefter Spieler beweisen. Er soll den Banker Le Chiffre, der für den russischen Geheimdienst aktiv ist, davon abhalten, bei einem riskanten und hochdotierten Baccaraturnier zu gewinnen – in dem er selbst den Preis holt. Das Turnier findet nirgendswo anders als in Montenegro statt, in einem Casino mit dem Namen “Casino Royale”.

Zwischen Blackjack Tischen und seiner Kollegin Vesper Lynd, mit der Bond ausgiebig flirtet, gewinnt er das Turnier, wird jedoch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht: Le Chiffre entführt Lynd und kann nach einer wilden Verfolgungsjagd auch Bond verschleppen, wo er gefoltert und gedemütigt wird. Er wird für sein Leben als Spion gebrandmarkt. Aufgrund dieser Erfahrung entscheidet sich Bond gegen ein Leben als Agent und für die Ehe mit Lynd. Der Showdown der Geschichte stellt sich als ein völlig anderer, als zunächst erwartet heraus, und endet mit dem berühmten Satz: “Mein Name ist Bond. James Bond.”

Der Roman beinhaltet viele Twists, die den Leser in alter Casinomanier durch ein Roulette der Gefühle jagt – genauso wie den Protagonisten Bond. Fleming schmückt seinen harten, ikonischen Geheimdienst-Charakter vor allem mit Schwächen und Menschlichkeit aus und nimmt seine Leser auf eine Reise durch viele Selbstzweifel und Gefühle mit, die man in den nachfolgenden Romanen so nicht mehr mitbekommt. Diese dreidimensionale Darstellung und die Exkursion in das anfängliche Wesen eines später total abgeklärten Spions machen vor allem Lust auf mehr, womit Fleming alle Ehre gebührt.

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