Atemschaukel (von Herta Müller)

Sie ist die neue Literatur-Nobelpreisträgerin: Herta Müller. Viele Leser haben die Autorin bisher wenig beachtet, dabei sind viele ihrer autobiographisch geprägten Romane echte Meisterwerke.

Und unter all diesen Meisterwerken wird “Atemschaukel”, ihr neuester Roman, als ihr bestes Buch bezeichnet.

Die Kritiken überschlugen sich lange vor dem Nobelpreis mit Superlativen. Ich kann ihnen nur Recht geben, denn das Buch liest man wie in einem Rausch einfach durch.


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Hörbuch

Hauptsächlich bekam die Autorin die Informationen für ihr Buch durch die Gespräche mit dem Lyriker Oskar Pastior. Er kommt aus Siebenbürgen wie Herta Müller selbst. Und Siebenbürgen und dessen Einwohner spielt in “Atemschaukel” die tragende Rolle. Es geht um die Verschleppung der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland. Tausende Menschen mussten dieses Schicksal erleiden und hatten dort mit Kälte und Hunger zu kämpfen.

Unglaublich intensiv schildert Herta Müller die Geschichte dieser Menschen. Sie versteht es dabei grandios wie ich finde, das Schicksal des Einzelnen mit dem Aller zu verknüpfen und ein großes und kleines Bild entstehen zu lassen.

Und poetisch ist das Werk ohne Zweifel auch, obwohl die Handlung so viele tragische Situationen zeigt.

Oskar Pastior verstarb übrigens während der Arbeit zu diesem Buch. Herta Müller hat sein Erbe angetreten und hat seine Geschichte nobelpreiswürdig gemacht.

Geeignet ist das Buch für alle geschichtlich Interessierten und all jene, welche einen ersten Eindruck von der Nobelpreisträgerin bekommen wollen, sehr geeignet.

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