In der Mitte des Lebens (von Margot Käßmann)

Die 51-jährige Margot Käßmann, die bis vor kurzer Zeit Landesbischöfin in Hannover war, möchte mit ihrem Buch „In der Mitte des Lebens“ Mut machen, über die persönliche und individuelle Lebensmitte nachzudenken, um mit der eigenen Persönlichkeit ins Reine zu kommen. Der Zeitpunkt dieser Lebensphase scheint besonders geeignet dafür zu sein – man ist nicht mehr ganz jung und auch nicht mehr so ganz alt wie früher.

In dieser spannungsgeladenen Phase des Lebens interessieren vor allem Bereiche wie Jungsein-Alter, Familie-Freundschaft, Erfolg-Misserfolg, Krankheit-Glück, Grenzen-Vitalität, Alltag-Veränderung.

Die einzelnen, der insgesamt zehn Kapitel, hat sie durchaus bewusst sehr unterschiedlich gestaltet. Jedes einzelne Kapitel spiegelt so die Buntheit und gesamte Vielfalt eines Lebens wieder. Die Autorin hat den Mut in die Tiefe zu gehen und kratzt nicht nur an der Oberfläche. Jede authentische, wahre Geschichte zeigt sich lebendig und lebensnah, so auch diese. Da sie überzeugte Christin und Theologin ist, hat sie sich einiger Themen aus der biblischen Perspektive angenommen, um so ihre Wertvorstellungen sehr deutlich zu machen.

Andere Themen sind sehr persönlicher Natur und handeln aus den schlimmen Spätsommertagen 2006, in denen man ihre Krebserkrankung diagnostizierte, und aus den Tagen ihrer Scheidung von vor zwei Jahren. Trotzdem hat die vierfache Mutter ihren Lebensmut nie verloren und möchte diese lebensbejahende Einstellung auch anderen Menschen vermitteln. Sie ist auf jeden Fall eine Frau und Persönlichkeit, die sehr viel zu geben hat.

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