Als der schwedische Journalist und Schriftsteller Stieg Larsson am 9. November 2004 in Stockholm überraschend an den Folgen eines Herzinfarkts im Alter von nur fünfzig Jahren starb, hinterließ er drei Romane, die, so plante er, den Auftakt zu einer zehnteiligen Thriller-Reihe hätten machen sollen. Die Romane wurden in Schweden posthum als Millenniums-Trilogie veröffentlicht: 2005 erschien „Män som hater kvinnor“ („Männer, die Frauen hassen“), der in Deutschland unter dem Titel „Verblendung“ herauskam, 2006 folgte „Flickan som lekte med elden“ („Das Mädchen, das mit Feuer spielte“), in Deutschland unter dem Titel „Verdammnis“ bekannt, und schließlich 2007 der dritte Roman mit dem schwedischen Originaltitel „Luftslottet som sprängdes“ (Das Luftschloss, das gesprengt wurde“) in Deutschland als „Vergebung“.
Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson wurde mit über 15 Millionen verkauften Exemplaren zu einem weltweiten Bestseller; allein in Schweden wurden dreieinhalb Millionen Bücher verkauft. Auch die Verfilmungen, die ab 2009 in die Kinos kamen, standen den Romanvorlagen in nichts nach und gelten als größter Kinoerfolg in der Geschichte des skandinavischen Films. Die spannende und vielschichte Story und die außergewöhnlichen Charaktere, denen Larsson in seinen Romanen Leben einhaucht, werden hierzu sicher ebenso beigetragen haben wie die tragische Geschichte des Autors selbst, der den weltweiten Kassenerfolg und den Ruhm seines Werkes in Buchform und auf der Leinwand leider nicht mehr hat erleben dürfen.
Die Romane der Millennium-Trilogie, die Kritiker, Leser und Cineasten als Neuerfindung des modernen Thrillers feiern, schildern die kühne Suche nach gefährlichen Wahrheiten. Larsson schickt in seinen Büchern den Journalisten Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander auf abenteuerliche Spurensuche, brisante Geheimnisse zu enthüllen. Geheimnisse, die mächtige Gegner lieber geheim halten wollen. Mit jeder Wendung blicken die Protagonisten in weitere Abgründe und stoßen auf garstige Schatten von Macht und Geld – bis in höchste Ebenen.
In Larssons Nachlass finden sich die unvollendeten Manuskripte zumindest weiterer drei der geplanten zehn Romane. Der Vater und der Bruder des Autors sind zuversichtlich, die Reihe mit Hilfe anderer Schriftsteller fortzusetzen. Hier stünden noch Erbstreitigkeiten zu beseitigen. Zu hoffen wäre es, damit das mit „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ begonnene moderne Epos zu dem Abschluss kommen kann den Stieg Larsson verdient hat – und seine Millionen Fans auf der ganzen Welt.